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VARDA PAR AGNÈS

Regie: Agnès Varda | Frankreich 2018 | 115 Minuten
Verleih: Film Kino Text | PRESSEMATERIAL
Kinostart: 9.01.2020

VARDA PAR AGNÈS feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der 69. BERLINALE 2019 außer Konkurrenz. Agnés Varda wurde mit dem Ehrenpreis, der BERLINALE-Kamera ausgezeichnet.

Agnès Vardas letztes Werk ist ein filmisches Selbstportrait und eine sympathische und weise Lektion darüber, was im Leben und beim Filmemachen wichtig ist: Ein kreatives Leben voller Begegnungen. Wie in ihrem vorletzten Film „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ wird auch in VARDA PAR AGNÈS in den vielzähligen Begegnungen mit anderen Menschen deutlich, was Agnès Varda war, eine große Erzählerin des Lebens.

Agnès Varda nimmt auf einer Theaterbühne Platz. Die gelernte Fotografin, Installations-künstlerin und Wegbereiterin der Nouvelle Vague ist eine Institution des französischen Kinos und Kämpferin gegen alles Institutionelle im Denken. Sie gibt Einblicke in ihr Schaffen und illustriert, eher assoziativ als chronologisch, künstlerische Visionen und Ideen mit Ausschnitten aus ihrem Werk.
Ihre lebendigen, anekdotenreichen und klugen Lektionen unterteilt sie in zwei Abschnitte: In ihren Ausführungen zur „analogen Zeit“ von 1954 bis 2000 steht die Regisseurin im Vordergrund. Eine junge Frau, die auszog, das Kino neu zu erfinden, und auch im Fiktionalen immer offen für den Zufall, für dokumentarische Momente ist, die mit jedem neuen Film auch ihren Erzählstil wechselt.
Im zweiten Teil befasst sich Agnès Varda mit den Jahren von 2000 bis 2018 und zeigt, wie sie die digitale Technik nutzt, um in ihrer ganz eigenen Art auf die Welt zu blicken. Vor und hinter der Kamera erweist sich Agnès Varda als visuelle Geschichtenerzählerin fern von allen Konventionen und vorgegebenen Dramaturgien. Gemeinsam mit einigen Weggefährten nimmt sie die Zuschauer mit auf eine Reise durch unorthodoxe Bilderwelten.