Filmpresse Meuser

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SERAPHINE

Regie: Martin Provost | Frankreich / Belgien 2008| 125 Minuten
mit: Ulrich Tukur, Yolande Moreau
Verleih: Arsenal Filmverleih | PRESSEMATERIAL
Kinostart: 17.12.2009

1912 mietet der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde (Ulrich Tukur), erster Käufer Picassos und Entdecker des Zöllners Rousseau ein Appartement in Senlis, um sich dort von seinem Pariser Leben auszuruhen. Er stellt die 48-jährige Séraphine (Yolande Moreau) als Haushälterin ein. Seine Verblüffung ist groß, als er entdeckt, dass sie malt. Es entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen dem Kunsthändler und der bescheidenen Haushälterin, deren Talent er fördern möchte. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus …

Mit Einfachheit und Bescheidenheit erinnert Martin Provost an das ungewöhnliche Schicksal dieser heute fast vergessenen autodidaktischen Künstlerin, die sich von religiösen Bildern inspirieren ließ, um ihre eigenen, oft bei Kerzenschein entstandenen Gemälde anzufertigen. Als beste Schauspielerin mit dem César ausgezeichnet, wird die strahlende Yolande Moreau buchstäblich zur Trägerin des Films, von der eine Art mystische Magie ausgeht.

Mit sieben Auszeichnungen war "Séraphine" der große Gewinner der César-Verleihung 2009. Martin Provosts Film über das Leben der 1864 geborenen Malerin Séraphine Louis gehört damit zu den zehn meistprämierten Filmen, seit die französische Académie erstmals ihren Filmpreis vergab. "Séraphine" wurde zum besten Film gekürt und erhielt zudem Preise für Originaldrehbuch, Musik, Kostüme, Kamera, Ausstattung und die Hauptdarstellerin Yolande Moreau.