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TIMBUKTU

Regie: Abderrahmane Sissako | Frankreich 2014 | 97 Minuten
mit Pino Desperado, Abel Jafri, Toulou Kiki u.a.
Verleih: Arsenal Filmverleih | PRESSEMATERIAL
Kinostart: 11.12.2014

Preis der Ökumenischen Jury / Francois-Chalais-Preis Cannes 2014

Kidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima und seiner Tochter Toya in den Dünen nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist. In der Stadt erdulden die Einwohner ohnmächtig das Terrorregime, das von den Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen wurden verbannt.
Die Frauen sind zu Schatten geworden, die versuchen, würdevoll Widerstand zu leisten. Jeden Tag werden auf die Schnelle Tribunalen einberufen, die drakonische und absurde Strafen verhängen. Kidane und seine Familie bleiben von dem Chaos in Timbuktu verschont. Aber ihr Schicksal ändert sich, als Kidane aus Versehen Amadou tötet, den Fischer, der seine Lieblingskuh „GPS“ schlachtete. Kidane muss sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen.

Abderrahmane Sissako erzählt in kraftvollen, ästhetischen Bildern und mit einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorhebt. Ein Film voller Poesie, die er der grausamen und gnadenlosen Gewalt entgegensetzt.

TIMBUKTU feierte seine Weltpremiere bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes im Wettbewerb und wurde dort mit dem Preis der Ökumenischen Jury und dem Francois-Chalais-Preis geehrt. Auf dem Filmfestival Jerusalem 2014 gewann der Film den  Spirit for Freedom Award als  Bester Film und dem Francois-Chalais-Preis geehrt. Auf dem Filmfestival Jerusalem 2014 gewann der Film den  Spirit for Freedom Award als  Bester Film.