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DAS FREMDE IN MIR

Regie: Emily Atef | Deutschland 2008 | 99 Minuten
mit Susanne Wolff, Johann von Bülow, Maren Kroymann
Verleih: Ventura Film | PRESSEMATERIAL
Kinostart: 16.10.2008

Rebecca (32) und Julian (34) erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Als Rebecca einen gesunden Jungen auf die Welt bringt, scheint ihr Glück perfekt. Doch statt der bedingungslosen Liebe, die sie erwartet hatte und von der die ganze Welt spricht, empfindet sie nur Hilflosigkeit und Verzweiflung. Ihr eigenes Baby ist ihr fremd. Mit jedem neuen Tag wird deutlicher, dass Rebecca den Anforderungen des Mutterseins nicht gewachsen ist. Doch außer ihr scheint das niemand zu bemerken. Sie kann sich niemandem anvertrauen, nicht einmal Julian. Denn: Wie spricht man über das Unaussprechliche? Über Gefühle, die man nicht einordnen kann? Von denen man noch nie zuvor gehört hat? Rebeccas Zustand verschlechtert sich zunehmend bis sie schließlich fürchten muss, zu einer Gefahr für ihr eigenes Kind zu werden. Nach einem Zusammenbruch erkennt alleine Rebeccas Mutter, was ihre Tochter braucht: Professionelle Hilfe und Unterstützung bei dem Aufbau einer Mutter-Kind-Beziehung. Rebecca wird in eine Klinik eingewiesen. Ganz allmählich beginnt sie auf dem Weg der Heilung, sich nach ihrem Sohn zu sehnen. Vielleicht ein Erwachen der Mutter in ihr...

Erstaunlich sicher stürzt Regisseurin und Co-Autorin Emily Atef das Publikum in emotionalen Aufruhr mit der packenden Schilderung des Kampfs einer Mutter um die Bindung zu ihrem Kind. Ein subtiler, meisterhafter Film, der überraschende Kraft aus einem noch unentdeckten Thema und der eindrucksvollen Leistung der Hauptdarstellerin entwickelt. Das FREMDE IN MIR feierte seine Premiere in der Reihe „Semaine de la Critique“ bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2008. Auf dem diesjährigen Filmfest München wurde Susanne Wolf mit dem Förderpreis Deutscher Film als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Aktuell gewann DAS FREMDE IN MIR in Brüssel den Canvas Award für den Besten Film.